Pubblicato in: Arte, Unione Europea

Germania. Semperoper. Tradizione ed orgoglio nazionale.

Giuseppe Sandro Mela.

2016-12-11.

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Vi eravate forse creduti che i tedeschi si fossero dimenticati la loro tradizione ed il loro orgoglio nazionale? I governanti, l’élite “liberals“: non certo la gente comune.

*

Semperoper. Dresden.

L’arte, l’estetico, il bello possono salvare l’umanità.

*

Semperoper: uno dei teatri più famosi del mondo. Dalla sinfonica alla lirica, al balletto.

Piena, stracolma, tre spettacoli ogni giorno.

Questa è la Germania viva, quella reale.

Ed ecco cosa è stato orchestrato ieri alla Kreuzkirche:

          Großer Herr, o starker König,

          liebster Heiland, o wie wenig

          achtest du der Erden Pracht!

          Der die ganze Welt erhält,

          ihre Pracht und Zier erschaffen,

          muß in harten Krippen schlafen.

 

          Gran Signore, o Re forte,

          Caro Salvatore, o quanto poco

          Guarderai lo splendore della terra!

          Tutto il mondo creato riceve

          Il tuo splendore ed i tuoi ornamenti.

          Deve essere duro dormire in una mangiatoia.

 

          J S Bach, BWV 248, I, 8

 


Die Semperoper Dresden damals und heute.

Die Geschichte der Oper in Dresden geht auf die Eröffnung eines ersten Opernhauses 1667 zurück. Dresden stieg unter dem Hofkapellmeister Johann Adolph Hasse zur europäischen Opernmetropole auf.

1817 wurde das Königlich Sächsische Hoftheater eröffnet. Hier pflegte man neben dem Schauspiel das italienische und neuerdings auch das deutsche Repertoire. Carl Maria von Weber leitete das so genannte Deutsche Departement. 1843 wurde Richard Wagner Hofkapellmeister. »Rienzi«, »Der fliegende Holländer« und »Tannhäuser« wurden hier uraufgeführt. Unter Ernst von Schuch, Generalmusikdirektor von 1889 bis 1914, gab es über 40 Uraufführungen, darunter »Salome«, »Elektra« und »Der Rosenkavalier« von Richard Strauss. Bis 1938 erlebten fünf weitere seiner Opern in Dresden ihre Weltpremiere. Mit Schuchs Nachfolger Fritz Busch fand Dresden Anschluss an die Moderne, etwa mit Uraufführungen von Weill und Hindemith.

Die Sächsische Staatskapelle Dresden, eines der renommiertesten Orchester der Welt, wurde 1548 gegründet. Chefdirigenten und Generalmusikdirektoren waren etwa Karl Böhm, Kurt Sanderling, Herbert Blomstedt, Giuseppe Sinopoli, Bernard Haitink und Fabio Luisi. Seit 2012 ist Christian Thielemann Chefdirigent der Staatskapelle.

Aaron S. Watkin prägt seit 2006 als Ballettdirektor das Semperoper Ballett. Mit einem vielfältigen Repertoire spannt er den Bogen von traditionellen Handlungsballetten bis zum modernen Tanz und setzt mit erstrangigen Solisten international Maßstäbe.

Nachdem der erste Theaterbau von Gottfried Semper aus dem Jahr 1841 im Jahr 1869 abgebrannt war, wurde 1878 die Oper in ihrer heutigen Form eröffnet. Nach der Zerstörung durch die Luftangriffe 1945 besaß die Sächsische Staatsoper kein eigenes Haus mehr, bis 1985 die wiederaufgebaute Semperoper eröffnet wurde.

Seit 2005 ist Wolfgang Rothe Kaufmännischer Geschäftsführer der Semperoper Dresden und seit Januar 2013 in diesem Amt auch verantwortlich für die aus Staatsoper und Staatsschauspiel Dresden fusionierten Sächsischen Staatstheater. Für die Semperoper nimmt Wolfgang Rothe überdies kommissarisch auch das Amt des Intendanten wahr.

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